10. Weitere Arbeitsformen

10. Weitere Arbeitsformen:

Exkursionen
Exkursionen führen die Konfi-Gruppe zu alternativen Lernorten in der Gemeinde, bspw. kann eine Exkursion zu einer lokalen Diakoniestation durchgeführt werden, oder in ein Seniorenheim, oder ein Krankenhaus, eine Behinderteneinrichtung. In diesen Exkursionen erleben Konfirmand/innen gelebtes Christ sein.
Exkursionen können auch zu anderen Orten führen, wie bspw. das Bibelhaus in Frankfurt, die Jugendkirche in Frankfurt, die Kirchenverwaltung in Darmstadt, um bestimmte Aspekte von Kirche, Gemeinde und Christ-Sein zu erforschen. Exkursionen sind immer erforschendes Lernen und bedürfen Vor- und Nacharbeit. Exkursionen sind erlebnisorientiertes Lernen und eignen sich hervorragend, um bestimmte einzelne Aspekte der Konfi-Arbeit zu vertiefen und zu verstärken (bsw. Umgang mit der Bibel im Frankfurter Bibelhaus).

Feiern
Beim Feiern können Konfirmanden einüben, Gemeinde zu sein. Selbstvorbereitete und gestaltete Gottesdienste auf Freizeiten oder Konfi-Tagen machen mit gottesdienstlichen Feiern vertraut. Eigene Feiern vorzubereiten, die auf Freizeiten oder im Rahmen der Konfi-Zeit durchgeführt werden fördern Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl.
Unter diesem Punkt seien auch die Rituale angesprochen, die nicht nur als Anfangs- und Endritual einer Konfi-Einheit wichtig sind. Auch Geburtstage von Konfis können bspw. rituell begangen werden.
Feiern lassen sich mit vielen anderen Arbeitsformen verbinden: Weinlese und Herstellen eines „Konfi-Weines“ für das Gemeindefest; Kartoffeln lesen und Vorbereitung eines Eintopfes, u.v.a.m.

Aktionen
Aktionen sind stark handlungsbezogen und richten sich nach außen, mitunter sogar an eine größere Öffentlichkeit. Eine Aktion könnte ein Straßeninterview zu einem Thema des Konfirmandenunterrichtes sein, wie zum Beispiel: „Sollten Geschäfte auch sonntags geöffnet haben?“ und: „Haben Sie schon mal in der Bibel gelesen?“. Oder es werden Unterschriften für ein lohnendes politisches Ziel gesammelt. Auch eine Werbeaktion für eine Gemeindeveranstaltung oder eine Geldsammlung für einen guten Zweck kann von Konfirmandinnen und Konfirmanden nach entsprechender Einführung durchgeführt werden. Je nach Art der Aktion kann es erforderlich sein, dass während der Durchführungsphase eine verantwortliche Person der Kirchengemeinde in Rufbereitschaft ist. Wie beim Projekt ist unabdingbar, dass die Konfirmandengruppe an der Auswahl der Aktion beteiligt wird. Die Jugendlichen werden sich nur dann wirklich engagieren, wenn ihnen Sinn und Relevanz des Vorhabens einleuchten und wenn sie Lust an der Planung und Realisierung verspüren. Aus Projekten und Aktionen kann sich die Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Ausstellung oder ein Beitrag zum Gemeindefest ergeben. Anerkennung erfahren die Jugendlichen auch, wenn die örtliche Presse und die Gemeindebriefredaktion für einen Bericht gewonnen werden kann. In jedem Fall sollte der Projektabschluss in der Gruppe gebührend gefeiert werden.