06. Projekte

6. Projekte
In einem abgesteckten Zeitraum (3- 4 Wochen z.B.) treffen sich Konfirmandinnen und Konfirmanden in einer dafür gebildeten Projektgruppe zur Bearbeitung eines Projektthemas. So wird die regelmäßige Arbeit in der Konfirmandengruppe unterbrochen, es gibt Wahlmöglichkeiten, es werden andere Lernorte und Bezugspersonen wichtig. In der Projektarbeit geht es um handlungsorientierte Schritte und ein zielorientiertes Vorgehen (Fertigstellen einer Gestaltungsaufgabe, einer Recherche, einer Befragung, eines Artikels, etc.). Die Projektphase endet in der Regel mit einer Präsentation (Gottesdienst, Fest, Gemeindeausstellung), dadurch wird die Rückbindung an die Gesamtgruppe und an die gemeindliche Öffentlichkeit hergestellt und die Projektzeit sichtbar abgeschlossen. Projektbeispiele: Bau einer Krippe, Bau eines Kirchenjahresrades, Gespräche mit Menschen aus der Gemeinde aus der Zeit zwischen 1930 und 1950, Religiöse Spurensuche, Gestaltung eines Gemeindeabends mit gemeinsamen Essen, ein Film, ein Podcast für die Gemeindewebseite, u.a.m.

„Hauptkennzeichen der Projekte sind, dass sie von der Gruppe weitgehend selbst geplant und durchgeführt werden sowie zeitlich befristet sind. Am Anfang steht in der Regel eine Ideensammlung zu Form und Inhalt des Projektes. Vielleicht wird auch ein Anstoß aus der Gruppe aufgegriffen. Die Gruppe verständigt sich über das, was sie tun will und was sie am Ende erreicht haben möchte. Ein Projektplan wird entwickelt, der ein arbeitsteiliges Arbeiten für die Gruppe vorsieht. Der Umfang und der zeitlicher Ablauf der einzelnen Aufgaben wird festgelegt. Bei der Einteilung in die Arbeitsgruppen finden die unterschiedlichen Talente und Interessen Berücksichtigung. Methodisch lernen die Jugendlichen dabei, realistische Ziele zu setzen, mit der Zeit umzugehen, Probleme arbeitsteilig anzupacken und ein Vorhaben zu Ende zu bringen. Das soziale Lernen wird voran gebracht, indem die Jugendlichen sich selbst und ihre Mitkonfirmanden hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Begabungen besser kennen und wertschätzen lernen.

Beispiele für Projekte sind: Ein Fotoworkshop soll unter professioneller Anleitung durchgeführt werden. Dabei werden schöne Perspektiven und Details der historischen Kirche gesucht, mit digitalen Kameras eingefangen und später im Internet präsentiert. Ein Gemeindequiz wird entworfen, das nach der Erprobung in der Konfirmandengruppe an einem Gemeindeabend mit erwachsenen Gemeindegliedern durchgeführt werden soll. Die Konfirmandengruppe möchte die Kellerräume im Gemeindehaus neu gestalten. Jugendliche sollen sich darin wohl fühlen. Es darf gesprüht, gehobelt und lackiert werden. Einrichtungsgegenstände sind ggf. zu organisieren. Die Gemeinde stellt dafür ein kleines finanzielles Budget zur Verfügung“ (Handreichung zu den Leitlinien)

Vorteile
- Verschiedene Lernorte und Bezugspersonen erweitern die Wahrnehmung der Jugendlichen.
- Vielfältige Talente können aktiviert werden.
- Wahlmöglichkeit gibt den Bedürfnissen der Jugendlichen Raum.
- Ehrenamtlich Mitwirkende können für einzelne, zeitlich befristete Projekte (leichter als auf Dauer) gewonnen werden.

Nachteile
- Hoher organisatorischer Aufwand.
- Mögliche Unübersichtlichkeit der Projektphase für die Jugendlichen.
- Es werden zusätzliche Themen zu den Kernthemen platziert und nehmen Zeit in Anspruch.
- Schwierigkeiten für die Beteiligten bei kurzfristigen "Sonderterminen".