04. Wochenende-Seminare

4. Wochenend-Seminare

Das Wochenend-Seminar ist eine Erweiterung des Konfi-Tages. Für das Wochenend-Seminar bzw. die Wochenendfreizeit gibt es zwei Grundformen. - Konfirmandenwochenenden am Ort: Die Gruppe trifft sich gelegentlich oder in regelmäßigen Abständen samstags und sonntags im örtlichen Gemeindezentrum - am Samstag etwa von 9.00 bis 13.00 bzw. 14.00 bis 18.00 Uhr und sonntags von 11.00 bis 13.00 Uhr im Anschluss an den Gottesdienst. Gemeinsame Mahlzeiten können hier entfallen.
- Konfirmandenwochenende außerhalb der Gemeinde: Die Gruppe fährt während der Konfirmandenfreizeit in der Regel ein bis zwei Mal zusätzlich zum wöchentlichen Unterricht für ein Wochenende (Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag) in ein Freizeit- bzw. Jugendheim. Während in einem Wochenend-Seminar am Ort der Zusammenhang von Konfirmandenunterricht und Gemeindepraxis aufgezeigt werden kann, dient ein Seminar außerhalb mehr dem gemeinsamen Lernen und Erleben der Konfirmandengruppe.

Wochenend-Seminare am Ort können unter ganz bestimmten schulischen Bedingungen (z. B. Ganztagsschule) die Normalform des Unterrichts sein, aber auch zur Vorbereitung und Durchführung zeitlich begrenzter Projekte (z.B. Konfirmationsgespräch, Gottesdienstgestaltung, Gemeindepraktikum u. a.) herangezogen werden. Seminare außerhalb werden in der Regel durchgeführt zu Beginn der Konfirmandenzeit (Phase des Kennenlernens), am Ende der Konfirmandenzeit (erlebnismäßiger Höhepunkt der Konfirmandenzeit) sowie zur Erarbeitung solcher Themen, die auf das Erfahren und Erleben von Gemeinschaft hin angelegt sind (z. B. Abendmahl). Für beide Grundformen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt.
Vorteile:
- Wochenend-Seminare am Ort steigern die durch Konfirmandennachmittage und Konfi-Tage gegebenen Gestaltungsmöglichkeiten gemeindebezogenen Lernens - die Jugendlichen können so an Wochenenden Gemeinde miterleben und den Gottesdienst mitgestalten.
- Wochenend-Seminare außerhalb bieten eher die Möglichkeit, für eine begrenzte Zeit in einer Gruppe zusammenzuleben, sich besser kennen zu lernen und aufeinander eingehen zu können. So können wertvolle Erfahrungen für Glauben und Leben gemacht werden.
- Referent/innen können eingeladen werden.
- Erkenntnisse und Ergebnisse können dokumentiert und auf ihre Kommunikation in die Gemeinde hinein reflektiert werden.

Nachteile:

- Vorbereitung und Durchführung solcher Wochenenden sind zeitintensiv, kosten Kraft und erfordern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
- Diese stehen nicht immer zur Verfügung. Finanzierungsprobleme können auftauchen, Terminschwierigkeiten (Patchworkfamilien) der Durchführung entgegenstehen.
- Nachteilig könnte sich auch auswirken, dass hier Erlebnisse vermittelt werden, die im normalen Unterrichtsalltag dann nicht leicht wieder auftauchen - d. h. geweckte Erwartungen können nicht oder nur schwerlich erfüllt werden.

Ähnliches wie für die Wochenend-Seminare gilt auch für sogen. „Konfirmanden-Freizeiten“, die in der Regel ein verlängertes Wochenende (vier bis fünf Tage) umfassen oder in die kurzen Ferien gelegt werden.