03. Konfi-Tage

3. Konfi-Tage
Die Jugendlichen treffen sich an einem (unterrichtsfreien) Samstag / oder Sonntag
- entweder ein Mal im Monat
- oder gelegentlich zusätzlich zum wöchentlichen Unterricht.
- Als regionales Großereignis (kleiner Kirchentag für Konfirmandinnen und Konfirmanden) ein Mal im Jahr. Bewährt hat sich der Zeitraum zwischen 9.00 bis 17.00 oder 18.00 Uhr; ein Abendgottesdienst zum Abschluss, eine Konfirmandenparty u. a. können sich anschließen. Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen, sie sind also integrierte Bestandteile des Tages.

Konfi-Tage empfehlen sich in der einzelnen Gemeinde besonders am Anfang der Konfirmandenzeit (zum Kennenlernen), zu Beginn oder am Ende einer Unterrichtseinheit (Motivations- bzw. Auswertungsphase), zur Planung eines Projekts (z. B. Vorbereitung eines Gottesdienstes).

Konfi-Tage können auch KA-Gruppen aus verschiedenen Gemeinden zu „Events“ zusammenholen, sei es im Nachbarschaftsbereich, sei es auf Dekanatsebene. Jede der beteiligten Gemeinden kann einmal einen Konfirmandentag vorbereiten und für alle durchführen. Die von den „Leitlinien…“ geforderte Zusammenarbeit im Nachbarschaftsbereich kann so eingelöst werden.

Denkbar sind Modelle in denen innerhalb einer Gemeinde die Konfi-Samstage die thematisch gemeinsame Arbeit abdecken, danach in Neigungsgruppen projektorientiert gearbeitet werden kann, oder in (zwei-) wöchentlichem Abstand Konfi-Nachmittage angeboten werden. Denkbar sind Modelle. In denen die Konfi-Samstage von zwei oder drei Gemeinden gemeinsam angeboten werden, während dazwischen die Nachmittage in den einzelnen gemeindebezogenen Gruppen stattfinden.

Als gemeinsames Projekt von mehreren Gemeinden einer Region können Jugendliche viele andere Jugendliche erleben; So kann auch ein größerer Arbeitsaufwand geschultert werden: Arbeitsaufwand für Bühne, Band, Zelt teilen sich viele Verantwortliche; eine Fülle von Werkstätten können zur Wahl angeboten werden.
Eltern und andere Gemeindeglieder können je nach Situation und Thematik am Nachmittag als Gäste an solchen Veranstaltungen teilnehmen. Ein Konfirmandentag im Gemeindehaus kann den Zusammenhang zwischen Konfirmandenunterricht und Gemeindepraxis erfahrbar machen. Eltern können aber auch den „Küchendienst“ und die Verpflegung übernehmen, oder der KV?
Vorteile:
- Für den Konfirmandentag gilt das zum Konfirmandennachmittag Ausgeführte in verstärktem Maße. Kreative, meditative und kognitive Schritte können sich hier in sinnvoller Weise ergänzen.
- KA-Tage sind meist gut organisiert und geplant.
- Zeitintensives Arbeiten ist möglich. Arbeitsteilige Gruppenarbeiten sind möglich. Ganzheitliche Zugänge sind möglich.
- KA-Tage funktionieren nur im Team. Mehrere Begabungen werden zusammengeführt. Für einen Samstag lassen sich leichter Mitarbeitende finden als für eine kontinuierliche Mitarbeit.
- Neben der Arbeit kommt es auch zum Spiel, zu einem liturgischen Teil, zu einem gemeinsamen Essen.
- Die Methode des „Stationen-Lernens“ bietet sich an. Darin liegt eine große Chance der Binnendifferenzierung für eine integrative KA Arbeit.
- Ein eingeschobener Konfirmandentag stiftet Erlebnishöhepunkte in der Routine der Konfirmandenzeit.
- Als Regelform bieten sich Konfi-Tage in besonderer Weise an, wenn im Team gearbeitet wird und monatliche Treffen den Rhythmus bestimmen.
- Referent/innen können eingeladen werden.
- Erkenntnisse und Ergebnisse können dokumentiert und auf ihre Kommunikation in die Gemeinde hinein reflektiert werden.
Nachteile
- Ein Konfirmandentag erfordert erheblichen Planungsaufwand, wenn er gelingen soll. Anders als bei einer Einzelstunden muss ein Konfi-Tag unbedingt geplant und vorbereitet sein.
- Für die Vorbereitung und Durchführung werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt, sowohl für die Lern- und Arbeitsphasen als auch für die Mahlzeiten und Freizeitangebote.
- Als alleinige Organisationsform führt der Konfirmandentag dazu, dass die Gruppe nur in großen zeitlichen Abständen zusammenkommt. Die Entwicklung tragfähiger Beziehungen in der Gruppe ist schwerer, Fehlzeiten erhalten großes Gewicht.
- Essen und Getränke, evtl. auch andere „Infrastrukturmaßnahmen“ verursachen Kosten.
- Ein freier Tag am Wochenende ist belegt. Gerade für Patchwork Familien ist das Wochenende oft der Tag, an dem auch das andere Elternteil von den Jugendlichen aufgesucht wird.
- Was tun mit denjenigen, die einen solchen Tag versäumen? Da fehlt mehr als bei Versäumen einer Einzelstunde, da fehlt womöglich ein ganzer Themenblock.
- Auch der Samstag ist kein luftleerer Raum, auch dieser Tag als „Zeitfenster“ ist umstritten und wird oft von Vereinen mit zum Teil verpflichtenden Aktivitäten belegt (Sportvereine veranstalten Spiele oder Turniere, Übungen, Feiern, etc.)