02. Konfirmandennachmittage

2. Konfirmandennachmittage

Gemeint sind Treffen von drei bis vier Zeitstunden - entweder im Abstand von 3 bis 4 Wochen als regelmäßiges Unterrichtsangebot (z.B. Freitag 16 Uhr bis 19.30 Uhr - oder gelegentlich zusätzlich zum wöchentlichen Unterricht.

Die thematischen Angebote für Konfirmandennachmittage sind in der Regel geschlossene Blöcke bzw. besondere Vorhaben (z. B. Vorbereitung eines Gemeindepraktikums, eines Gottesdienstes o. ä.). Der zur Verfügung stehende Zeitrahmen geht in seinen Gestaltungsmöglichkeiten über das hinaus, was die eher am schulischen Unterricht in Doppel- und/oder Einzelstunden orientierten Bedingungen zulassen, und berührt sich eher mit dem an einigen Schulen durchgeführten Projektunterricht.

Konfirmandennachmittage bieten sich besondere an zu Beginn einer längeren Unterrichtseinheit als Motivationsphase, zu Beginn der Konfirmandenzeit in der Phase des Kennenlernens, am Ende einer längeren Unterrichtseinheit zur Auswertung u. a. m. Sie eignen sich auch als Normalform des Unterrichts in Gemeinden, in denen die Jugendlichen besonders große Entfernungen zurücklegen müssen.

Referentinnen (Kirchenmusik, Diakonie, KV, Bestattung, u.a.) können eingeladen werden und stellen Lernweg in die Gemeinde dar.

Vorteile
- Ein Thema, ein Problem, eine Fragestellung kann von einer Gruppe umfassend erarbeitet werden.
- Gemeinsame Arbeit ohne Zeitdruck, durch Pausen unterbrochen, fördert in hohem Maße soziale Kontakte und damit die Gemeinschaft in einer Konfirmandengruppe.
- Kreative Arbeitsformen, die auf affektivem Weg Erfahrungsräume und –möglichkeiten erschließen, können hier optimal in den Lernprozess integriert werden.
- In einen Konfirmandennachmittag können verstärkt geistlich-meditative Elemente, gesprächsfördernde Phasen oder auch gemeinsame Mahlzeiten einbezogen werden.
- Referent/innen können eingeladen werden.
- Erkenntnisse und Ergebnisse können dokumentiert und auf ihre Kommunikation in die Gemeinde hinein reflektiert werden.

Nachteile
- Gelegentlich kann der Eindruck entstehen, insbesondere im Zusammenhang mit einem gewissen „Stoffdruck“, dass Zeit für gesprächsfördernde oder kreative Arbeitsschritte „verloren geht“ oder kommunikative Phasen sich hinziehen.
- Der Konfirmandennachmittag als gelegentliche Ergänzung kann dazu missbraucht werden, versäumte Lernstoffe nachzuholen. Er wird in beiden Fällen seiner eigentlichen Funktion beraubt. Seine Gestaltungsmöglichkeiten bleiben dann eher ungenutzt.
- Der Konfirmandennachmittag als regelmäßige Form (ein Mal monatlich) führt schon bei einmaligem Fehlen von KonfirmandInnen zu einer großen zeitlichen Lücke (man sieht sich dann über Wochen nicht).