01. Die wöchentliche Konfistunde

1. Die wöchentliche Konfi-Stunde

Der Konfirmandenunterricht findet regelmäßig an einem Nachmittag in der Woche statt. Das erinnert (bewusst oder unbewusst) an den schulischen Religionsunterricht bzw. an schulischen Unterricht überhaupt. Die Zeitspanne von 90 Minuten erfordert einen gründlich reflektierten Wechsel der Arbeits- und Sozialformen.

Vorteile
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Die Einzelstunde garantiert bzw. erfordert eine gewisse Häufigkeit und Regelmäßigkeit der Zusammenkünfte in der Gruppe.
- Kann notfalls auch bei wenig Vorbereitungszeit durchgeführt werden.

Nachteile
- Schulische Lernformen (z. B. Vortrag, Unterrichtsgespräch, Einzelarbeit, kurze Gruppenarbeit u. a.) herrschen vor.
- Auf diesen Zeitrahmen zugeschnittene Lernprozesse stehen immer in der Gefahr, auf kognitive Lernvollzüge - d. h. auf Denken und Wissen hin - verengt zu werden und die Erfahrungen, Einstellungen, Meinungen der Jugendlichen weitgehend auszuklammern.
- Der Wechsel von Methoden, sowie der Einsatz von audio-visuellen Medien und kreativen oder meditativen Arbeitsformen ist in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeitspanne in hohem Maße eingeschränkt bzw. weitgehend unmöglich.